Aus dem Alltag eines Schreiberlings

15:00 - meine Tochter wird von einer Freundin abgeholt, voll motiviert schalte ich den Computer ein, um die ungestörte Zeit zu nutzen, an meinem Roman zu schreiben
15:02 - Beschließe, das Hintergrundbild meines Bildschirm in etwas Motivierenderes zu ändern
15:15 - in meinen eigenen Bildern nix wirklich Berauschendes gefunden. Vielleicht mal im Internet schauen. Bogenbau eingeben.
15:20 - Vielleicht lieber was keltisches.
15:25 - das sieht cool aus, tolles Knotenmuster. Ob man das wohl selber zeichnen kann? Vielleicht gibt es ja wo eine Anleitung.
15:30 - Könnt ich eigentlich gleich zur Einstimmung probieren zu zeichnen.
15:35 - Papier und Stifte gefunden
15:36 - Radiergummi suchen
15:45 - Tee kochen, hilft immer
15:47 - Den Wasserkocher könnt ich auch gleich mal entkalken
15:59 - Geschirrkasten neu sortiert
16:20 - von kurzem Spaziergang mit Hund zurück, Frischluft soll ja helfen und der Hund hat schließlich auch Rechte
16:25 - vielleicht sollte ich die Szene erst mal im Kopf durchgehen, sie so richtig vor mir sehen in Bild und Ton. Dann brauch ich nur noch das Gesehene niederschreiben.
18:00 - vom Läuten an der Türe aufgeweckt werden, Tochter wieder da...

 

zum Glück gibt es aber auch solche Tage:
15:02 - 17:00 - schreiben, schreiben, schreiben und mir wünschen, dass ich so schnell tippen könnte wie denken.
17:00-18:00 - das Geschriebene noch einmal durchlesen
18:00 - äußerst zufrieden meine Tochter in die Arme schließen...

 

Die angestrebte Kunst: mehr solche als solche Tage...

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