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CULM 27 v. Chr. - Schicksalsjahr der Kelten

 

Der erste Band meiner Kulm Trilogie, der zur Zeit der Kelten am Kulmgipfel spielt.

Erhältlich im Buchhandel, auf  BoD, Amazon, thalia.at und bei mir.

ISBN 9783739207841

 

27 v. Chr. am Culm, dem steirischen Schicksalsberg unzähliger Generationen. Die Kelten Ardudunums blicken auf dreißig Jahre des Friedens zurück. Die strategisch günstige Lage am Gipfel des Culm hat allen Wohlstand durch Handel gebracht. Doch ein dunkles Omen beim Beltanefest verändert das Dorf. Trotz drohender Vorzeichen möchte der alte Fürst seine Macht nicht abgeben. Ungewöhnliche Verbündete und mächtige Gegner warten auf den Druidenschüler Gair im Kampf um sein Leben, seine Liebe und sein Dorf.

 

Kapitelleistengrafik ebenso wie Buchcover von meiner FotoGrafikfreundin Veronika Tanton

 

REZENSIONEN

 

DANKE; DANKE; DANKE für dieses traumhafte Buch! Es hat mich gefesselt, nicht mehr losgelassen-mit hineingezogen

Ich bin wirklich dankbar für dieses Buch, Hut ab! Nachdem ich es ausgelesen hatte konnte ich es nicht erwarten es meiner Freundin weiterzugeben, weil ich wusste, sie wird es genau so wie ich LIEBEN.  So war es auch...

Ein unvergessliches Buch, jedem nur weiter zu empfehlen der historische Geschichten mag.

Ich freue mich auf weitere Bücher von dir, und empfehle sie sehr gerne weiter!

 

Das verschüttete Wissen über dieses faszinierende Volk, das keine Schriftlichkeit hinterlassen hat, beschränkt uns Nachfahren auf die Außensicht der römischen Berichterstattung. Doch es gibt zum Glück Menschen, die hinter die Fassade einer Darstellung blicken, die wie so oft in der Geschichte von den „Siegern“ geschrieben wurde.
Marion Wiesler lässt uns aber nicht nur liebevoll und detailgenau an ihrem Wissensschatz teilhaben. In der Manier einer österreichischen Scheherazade versteht es die Autorin, farbenfrohe, plastische Bilder in die Köpfe ihrer Leser zu zaubern.
Fast fühlt man sich selbst als Bewohner von Ardudunum, der Siedlung am Culm, meint das Feuer knistern zu hören, den Duft des gebratenen Ebers zu riechen, und in den Augen der Geschichtenerzählerin Aislin zu versinken.
Ein wirklich lesenswertes Buch, das ich in einem Stück durchgelesen habe. (amazon)

 

Sowohl mein Freund als auch ich haben das Buch mit Vergnügen gelesen. Es ist spannend, gut recherchiert und damit authentisch und vermittelt einen guten Eindruck, wie das Leben der Kelten zur Zeitenwende ausgesehen haben mag. Die Charaktere sind interessant und vielschichtig. Allerdings merkt man an einigen Stellen, daß die Autorin Österreicherin ist. So bin ich über einige Begriffe gestolpert, die es im Deutschen nicht gibt. beispielsweise glosen. Im Österreichischen glost ein Feuer, bei uns glimmt es. In Österreich schlichtet man Baumstämme oder Holzscheite, hier schlichtet man einen Streit und schichtet Stämme oder Holz. Mein Freund, der Österreicher ist, hat sich sehr darüber gefreut, endlich mal ein Buch "in der richtigen Sprache" zu lesen. Es sind zwar nur kleine Unterschiede, für ihn jedoch sehr angenehm. Alles in allem ein sehr guter Roman, den wir gern weiterempfehlen (amazon)

 

Ein fesselnder Roman, der uns in ein Keltendorf am oststeirischen Kulm im Jahre 27 v. Chr. entführt. Den Bewohnern steht eine schicksalshafte Wende bevor, die sich beim Beltanefest als Omen offenbart. Der alte Druide ahnt Schlimmes und der Druidenschüler Gair, einst Krieger an der Seite des Fürstensohnes, wird von Visionen geplagt. Die Begegnung mit der Geschichtenerzählerin Aislin verändert sein Leben, doch die Bestimmung der beiden liegt vorerst im Dunkeln.
Schön, wenn sich etwaige literarische Analysen erübrigen, die nur allzu leicht in verzückter Selbstgefälligkeit der Rezensierenden versinken. Ein Buch, das man einfach nicht weglegen kann, erfüllt seinen Zweck wohl in vollendeter Form. Die Autorin ist selbst Geschichtenerzählerin, das Erzählen ihre Passion. Der historische Einblick lässt die Welt der Kelten lebendig werden - ihren Alltag, ihre Rituale, ihre Sitten und Gebräuche, die uns zu unseren Wurzeln führen. Man will die Leseblase einfach nicht verlassen und folgt den Figuren gespannt auf ihren Wegen, an deren Ende für alle Überlebenden ein neues Kapitel beginnt. (amazon)

 

Die Geschichte war von Anfang bis Ende fesselnd, Langeweile kam bei mir nicht auf. Im Gegenteil, ich konnte das Buch fast nicht aus der Hand legen. Es ist ein Roman, der das Leben der Kelten kurz vor Christi Geburt beschreibt. Die Autorin, Marion Wiesler, schreibt im Nachwort, dass sie möglichst „korrekt“ gearbeitet hat aber einige Informationen aus ungewöhnlichen Quellen für den Roman genutzt hat. Marion Wiesler ist eine Geschichtenerzählerin und das merkt man dem Buch an. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt, war nur traurig als die Geschichte zu Ende ging. Am Anfang des Buches ist ein Personenregister mit der keltischen Bedeutung der Namen. Das Namensregister hat mir besonders am Anfang der Geschichte sehr geholfen. Einige Worte und Kleidungsstücke werden ebenfalls erklärt. Das Cover passt sehr gut zur Geschichte. Ebenso haben mir die Zeichnung und die Kapitelbordüren gefallen. Sie sind, genau wie das Cover, von Veronika Tanton gestaltet worden. Ein sehr lesenswertes Buch für alle die historische Romane mögen. Ein angenehmer Schreibstil macht das Lesen zum Vergnügen. (lovelybooks)

 

Die Schilderung seines Alltags, seines Lebens im Dorf Ardudunum,  verwoben mit den Schicksalen anderer Dorfbewohner, ihren Träumen, ihrer Liebe, dem Hass und Neid, dem Glauben an ihre Götter, all das, unter dem dunklen Omen der Gefahr und den Reaktionen darauf, ergibt eine spannende Geschichte. Das Buch ist in einem guten, flotten Schreibstil gehalten. Wie die Autorin selbst mitteilt, ist über das Leben der Kelten nicht wirklich viel bekannt. Wenn ich auch mehr erfahren habe, wie ich bis dato überdiesen Volksstamm wusste. Diese Geschichte ist ein Roman, dessen Handlung mit anderen Parametern, als den der Kelten, in verschiedenen Zeitalters spielen könnte. Es wäre in jeder anderen Ära ebenfalls ein spannender Roman, der gekonnt unterhält. Man leidet mit, freut sich, fühlt sich mittendrin im Geschehen. In die Charaktere kann man sich hinein versetzen. Ihr von den Göttern bestimmtes Handeln ist verständlich und nachvollziehbar für den Leser. Einzig der Seher des Fürstensohns ist eine undurchsichtige Gestalt über die man zu wenig erfährt. Die Beweggründe für dessen Verhalten, bleiben im  dunklen verborgen. Dabei geschieht einiges Entscheidendes,  auf dessen Beratung hin. 

Dennoch hat dieses Buch 5 Sterne verdient. (lovelybooks)

 

Marion Wiesler erweckt in ihrem Roman mühelos eine Zeit zum Leben, über die wir wenig wissen. Mit einem flüssigen Erzählstil, einer spannenden Handlung und lebendigen Figuren, fesselt sie die Leser von der ersten Seite an. Sie erzählt von einer Zeitenwende, in der sich die Kelten und ihre naturverbundene Kultur mit der Übermacht der römischen Eroberer konfrontiert sieht. Es geht um Anpassung oder blutigen Untergang. Marion Wiesler gelingt es, uns diese Zeitenwende glaubwürdig nahe zu bringen. Sie vermittelt dabei nicht nur Fachwissen, sondern zeigt auch durch ihre Protagonisten, wie das keltische Alltagsleben in dieser Zeit stattgefunden haben könnte. Mich hat dieser Roman sofort gepackt und überzeugt.
Sehr informativ und für die Leser hilfreich sind die zu Beginn des Buches aufgeführte Personenliste mit der keltischen Bedeutung der einzelnen Namen, sowie die nachfolgende Liste wichtiger keltischer Begriffe, die erklärt werden. Die Buchgestaltung verdient ein besonderes Lob. Das Cover passt perfekt zur Geschichte und auch die Kapitel sind liebevoll mit Ornamenten ausgestattet.
Die Autorin kennt sich zweifellos aus mit dem Thema über das sie in ihrem Buch schreibt, denn sie arbeitet seit 2008 im ersten urgeschichtlichen Freilichtmuseum Keltendorf Kulm, wie man im Nachwort erfährt.
Wer neugierig ist, wie es am Schicksalsberg „Culm“, „Chulm“ oder „Kulm“ Jahrhunderte später weitergeht, hat die Chance im 2. Band, „Chulm, Anno Domini 1349, Das Jahr der Pest“, mehr zu erfahren.
Marion Wiesler arbeitet auch als Märchenerzählerin und hat bereits zwei Märchenbücher heraus gebracht. Eines davon, „Lumpenkind und Siberbaum“, erzählt Märchen in der keltischen Tradition. (lovelybooks)

 

Figurenskizzen, Blick vom Kulm auf die umgebende Landschaft

 

LESEPROBE

 

 Morgen Gair und Eimhir, hattet ihr eine schöne Beltanenacht?“ Malwine lächelte sie verschmitzt an. Eimhir zuckte die Schultern, doch Gair nickte. Ich nehme an, Leod liegt noch irgendwo da draußen? Frühstück ist in Kürze fertig, ich denke, du könntest noch ein paar Blüten suchen gehen, Eimhir.

Das blonde Mädchen nickte, holte eine kleine Tonschüssel aus dem Regal und verließ das Haus. Aonghas schien nur darauf gewartet zu haben, er deutete Gair, neben sich Platz zu nehmen.

Gair holte sich ein Hundefell und ließ sich an dem niedrigen Tisch nieder. Sein Blick überflog die Gegenstände, die darauf lagen, und ihre Anordnung.

Aonghas beobachtete ihn. Unter seinen hellen Augen lagen graue Schatten einer durchwachten Nacht.Du hast es gestern auch gesehen, nicht? Du und Leod, ihr habt beide gezuckt, und das zu recht.“

Die Zeichen hier aber sehen nicht ganz so schlimm aus, oder?“

Der Druide nahm einen der Stäbe in die Hand und wog ihn bedächtig. ”Nein, nicht ganz so. Doch gut würde ich es wahrlich nicht nennen. Aber noch liegt etwas im Verborgenen, das Einfluss haben wird. Wir werden sehen. Ich möchte, dass du mich nachher zu Goraid begleitest, er muss informiert werden. Ich schätze, dass sein Sohn Centigern und dessen Seher die Dinge so deuten werden, wie es ihnen passt. Als Anreiz für Kämpfe.“

Und du willst, dass wir Centigern umstimmen?

Aonghas schüttelte den Kopf. Die Glasperlen, die in seinen Bart eingeflochten waren, hüpften nach links und nach rechts. Malwine, die gerade die Kräuter in den Kessel gegeben hatte, setzte sich an seine Seite, ihre Hand auf sein Knie gelegt. Sie blickte ihren Mann fragend an.

Nein, ich fürchte, wir werden Goraid umstimmen müssen. Auch wenn ich bis jetzt immer seiner Meinung gewesen bin, dass Handel und Offenheit der rechte Weg sind. Es scheint, dass Centigerns Weg nun der Bessere ist.“

Malwine zog hörbar die Luft ein. Auch Gair blickte den Druiden erstaunt an. Ardudunum war immer ein friedlicher Handelspunkt gewesen, mit einem gut besuchten Heiligtum.

Bis jetzt hatte Aonghas immer gegen Centigerns Kriegsgelüste gewettert, sein plötzlicher Meinungsumschwung verwunderte Gair, wie auch offensichtlich die Druidin.

Ehe sie weiter über das Thema sprechen konnten, kehrte Eimhir zurück. Schweigsam richtete Malwine allen eine Schüssel mit Eintopf, während Eimhir einen Teller mit den süßen Blüten auf den Tisch stellte. Gair eilte in die Schlafkammer, die er mit Leod teilte, um eine saubere Tunika anzuziehen. Er war froh darüber, ein paar Momente alleine zu haben. Wenn selbst Aonghas dafür war, dass Ardudunum sich für Krieg wappnete, dann standen die Zeichen wahrlich schlecht.

Sie aßen schweigend. Auch Eimhir sagte kein Wort. Sie hatte ein feines Gespür für Stimmungen in einem Raum und war es gewöhnt, sich den Erwachsenen anzupassen.

Sie hatten ihr Mahl noch nicht beendet, als Leod durch die Tür stolperte. Sein Haar war wirr, an seiner Tunika klebten Blätter, und Grasflecken zierten sie. Er grinste, schnappte sich eine Schüssel mit Eintopf und setzte sich zu den anderen an den Tisch.

Habt ihr auch so viel getrunken wie ich?", kommentierte er das Schweigen.

Malwine lächelte ihn an, wie meist. Gair wusste, dass Leods Verhalten die Druidin amüsierte. Leod verkörperte jene Leichtigkeit, die Gair und Aonghas fehlte und die sie wohl manchmal vermisste. ”Das schafft wohl keiner. Offensichtlich hast du Beltane gebührlich gefeiert.“

Oh ja. Herrliche Nacht. Ich habe viel für die Fruchtbarkeit des Landes getan.“

Wie schön“, brummte Aonghas in seinen Bart. ”Komm, Gair, lass uns gehen. Wenn Leod wach ist, ist es Goraid auch.“

 

Blick auf den Kulm
Blick auf den Kulm

GESCHICHTLICHE DETAILS

 

Der Kulm bei Weiz ist ein 975m hoher Solitärberg, der eine Aussicht bis nach Ungarn bietet. Bereits in der Jungsteinzeit war er besiedelt und zur Zeit meines Romans gab es nachweislich eine Siedlung oben auf dem Gipfel. Bis zu 300 Menschen sollen in dem auf künstlichen Terrassen angelegten Dorf gelebt haben. 

Ich habe mich im Roman dazu entschlossen, das Heiligtum am Kulmgipfel der Göttin Noreia gewidmet sein zu lassen, da dies die Meinung des Leiters des Keltenmuseums am Kulm war. Die Funktion des Berges als Datumsberg - zu den Sonnwenden sind die Sonnenaufgänge präzise an markanten Punkten zu sehen - ließe jedoch auch ein Heiligtum einer männlichen Gottheit logisch erscheinen. Da der Berg in den letzten Jahren jedoch starken Streitereien ausgesetzt war, zog ich den weiblichen Aspekt dem männlichen, kriegerischen vor.

Heute ist der Gipfel in Privatbesitz.